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Kempener Zechenfreunde zu Besuch bei uns

Ein schon länger angekündigter, aber wieder abgesagter Besuch befuhr in dieser Woche unseren Förderturm. Peter Kunz, Ben Burchardt, Heinz Wiegers und Marcel Rau hatten sich aus dem Rheinland  auf den Weg gemacht, um sich unseren "Ostpol" anzuschauen und sich die Geschichte der Errettung dieses einmaligen Industriedenkmals vor Ort erklären zu lassen. Immerhin steht in Tönisberg "noch" ein historisch besonderes Fördergerüst der Zeche Niederberg. Und wie bei uns gibt es auch ganz in der Nähe eine Windmühle.

Da der Schacht schon längst verschlossen ist will die Ruhrkohle  dieses Gerüst verschrotten. Die Damen und  Herren um Peter Kunz bemühen sich seit Jahren dieses verhindern. Nun kamen sie zu uns, um zu erfahren wie es die Bönener seit 1999 schaffen, ihren "Zechenturm" zu erhalten.

Bei der Befahrung der einzelnen Bühnen erfuhren sie so aus erster Hand, wie es der Förderverein und die Bürgerstiftung anstellen, den Förderturm zu erhalten und die Zukunft des Turmes auf stabile, wirtschaftliche Füße zu stellen.
Besonders beeindruckt waren sie von dem großen ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder. Dinge, die jetzt als selbstverständlich angesehen werden könnten...  die Terrasse mit ihren 114 Tonnen handverlegten Kupferschlackensteinen; der Bürgerwald mit fast 130 Bäumen sowie aktuell der Einbau des neues Tores und die Gestaltung des Ehrenmales für die verunglückten Kameraden zollten sie ihre Hochachtung.
Aber auch im Förderturm findet ja ein reges Leben statt. Zufällig wurde am Besuchstag gerade für ein überregionales Musikereignis am Wochenende die Bühne und die Rasenhängebank hergerichtet, was ebenfalls das Interesse der Besucher weckte.
Genau wie bei uns damals, verwehrt die Ruhrkohle dem Verein den Zutritt zum Förderturm und der Maschinenhalle mit Haftungsbedenken. Wie wir damals eine Lösung fanden, aber auch wie man ein tragfähiges Zukunftskonzept entwickeln könnte, erfuhren die Besucher von uns.
Wir wünschen den "Niederheinern" bei ihren Bemühungen viel Unterstützung aus der Bevölkerung und die Entwicklung eines wirtschaftlich stabilen Planes zur Erhaltung des Fördergerüstes und der aufstehenden Gebäude.

Da es den "alten" Westpol ja leider nicht mehr lange geben wird, wäre das Fördergerüst über Schacht 4 in Tönisberg ein würdiger Nachfolger. Dieser Link führt sie zur Facebooksite der Tönisberger Zechenfreunde.


 

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