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Der Tag des Denkmals am 18.09.2016

Einer der Besucher an diesem Tag war Herr Löbbe. Er war von den Aktivitäten rund um und im Förderturm so sehr angetan, dass er mir folgende Zeilen schickte:

Denkmal
Als einer von 1200 Orten in NRW hatte auch Bönens Wahrzeichen der Industriekultur  am Sonntag seine Tore zum Tag des offenen Denkmals geöffnet. Unter dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“ hatte die Bürgerstiftung Förderturm Bönen und der Förderverein Zeche Königsborn III/IV dazu eingeladen.
 Zahlreiche Besucher, darunter  viele auswärtige, nutzten die Gelegenheit, sich von den Experten des Fördervereins auf diversen Führungen über die verschiedenen Ebenen in die Geheimnisse des Turms einweihen zu lassen. Im Gegenzug ergaben sich Möglichkeiten, über die ehrenamtlichen Tätigkeiten rund um das Bestehen des Turms aufzuklären und so dringend benötigte Mitglieder zu gewinnen. Für die jungen Besucher hatte der Jugendtreff „Go In“ eine Hüpfburg aufgebaut, die Erwachsenen konnten sich mit Speisen und Getränken stärken, angeboten von Mitgliedern der Kulturwerkstatt im Foyer und an zahlreichen Ständen auf dem Platz vor dem Förderturm.
Während die Kinder über die riesigen Ausmaße des Turmes staunten und beeindruckt waren von der Höhe und der Fernsicht von den Balkonen aus, fachsimpelten die Erwachsenen über technische Details.
Selbst ehemalige Bergleute, aber vor allem Berufsfremde, waren sichtlich angetan von dem, was hier geschaffen wurde.

Deutlich wurde bei den Gesprächen immer eines: Wie und wo würde man sich heute noch erinnern, wenn es nicht beherzt zupackende Männer und Frauen gegeben hätte und weiterhin gäbe, die zum allerletzten Zeitpunkt und mit dem nötigen Elan in die Hände gespuckt und zur Schüppe und Hacke gegriffen hätten.
 Sie wirkten dem Leerstand und völligen Verschwinden entgegen. So erreichten sie in mühevollen, kleinen Restaurationsschritten ein kontinuierliches Wiederauferstehen der „Kathedrale der Arbeit“, wie Günter Wagner zu sagen pflegt.

Doch es ist mehr als das Herrichten eines Gebäudes, wie Herbert Jüttner betont. Hier wurde aus dem Begriff Denkmal - ein Wort, das im sechzehnten Jahrhundert entstand - erst die unmittelbare Deutung klar: Eigentlich muss man den Begriff als Erinnerungszeichen und Gedächtnishilfe verstehen.
Der Beginn dieser Arbeiten ist fast zwanzig Jahre her und trotz anfänglicher Widerstände und skeptischen Geplänkels von Erfolg gekrönt. Damit können die unermüdlich tätigen Optimisten für sich reklamieren, nicht nur ein Industriebauwerk früherer Zeiten restauriert und damit für die Zukunft bewahrt zu haben.

Gerd Olbrich mit Besuchern Auch Großväter und Enkel fanden den Weg zu uns 

 Fotos: Karl Löbbe

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